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Konventionelles Röntgen

Eine konventionelle Röntgenaufnahme ist eine mit Röntgenstrahlung erstellte Fotografie. Da sich Röntgenstrahlen nicht mit Linsen oder Spiegeln bündeln lassen, sind Röntgenaufnahmen stets Schattenbilder eines Objekts, z.B. des untersuchten Beins oder Oberkörpers. Die Bestandteile des Objekts mit einem großen Gehalt an Elementen hoher Ordnungszahl belichten den Film schwächer als solche mit einem Gehalt an Elementen mit niederer Ordnungszahl. Aus diesem Grund sind auf Röntgenaufnahmen die Knochen sichtbar, während anderen Teile des Körpers dies dagegen nicht sind. Durch den Einsatz von Kontrastmitteln können auch andere Strukturen des Körpers sichtbar gemacht werden.

Prinzip

Röntgenstrahlung wird in der Medizin in sogenannten Röntgenröhren erzeugt. Dabei werden aus einer Kathode austretende Elektronen auf eine Anode, die aus Materialien wie Kupfer, Molybdän oder Wolfram besteht, beschleunigt. Aus dem Anoden tritt nun Röntgenstrahlung aus, welches charackteristisch für das jeweilige Anodenmaterial ist. Die Röntgenstrahlung wird nun gerichtet auf die zu untersuchende Stelle auf dem Patienten gerichtet. Ein Detektor auf der anderen Seite des Patienten detektiert nun die durchgelassene Strahlung. Dabei halten Elemente mit hoher Ordnungszahl, wie z.B. Knochen, mehr Röntgenstrahlung auf und sie erscheinen auf dem Röntgenbild hell. Elemente mit niedriger Ordnungszahl, z.B. Gewebestrukturen und Organe, lassen mehr Röntgenstrahlung durch, wodurch sie auf dem Röntgenbild dunkler erscheinen oder auch manchmal gar nicht zu sehen sind.

Anwendungen

Röntgenaufnahmen sind für die medizinische Diagnose von großer Bedeutung. Zudem erlaubt es diese Technik während eines medzinischen Eingriffes in den Körper in Echtzeig "hineinzublicken" ohne jedoch direkten Sichtkontakt zu haben.

Die Röntgenuntersuchung ist eine der ältesten Untersuchungsmethoden und gehört zu den Standard-Methoden der medizinischen Diagnose.