Projekt IMPRO

Versorgungsforschung zur Koronar-CT

IMPRO: Innovatives Management für Patientinnen und Patienten mit erstmals aufgetretenen stabilen Thoraxschmerzen.

Mit über 3.000 Patient*innen, 30 Forschungspartnern und 16 beteiligten Regionen gehört IMPRO zu den größten interdisziplinären Studien im ambulanten Bereich. Das Projekt soll wichtige Impulse für die zukünftige Versorgung bei Verdacht auf eine chronische koronare Herzkrankheit (KHK) liefern.

Relevanz

In Deutschland werden jedes Jahr über 700.000 Patient*innen bei Thoraxschmerzen mit einem Herzkatheter untersucht. Häufig besteht der Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit. Mit der Koronar-CT steht ein alternatives Diagnoseverfahren zur Verfügung. Sie kann Ablagerungen an den Herzkranzgefäßen genauer erkennen, ist mit weniger Komplikationen und einer geringeren Belastung für die Patient*innen verbunden und erfordert weniger Untersuchungsaufwand.

Studienziel

IMPRO soll die Einführung der Koronar-CT in die klinische Routine nach dem Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses vom 18. Januar 2024 optimieren und zugleich Überversorgung vermeiden. In 16 Regionen in 12 Bundesländern wird untersucht, ob ein neuer Versorgungsweg kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkte und Schlaganfälle bei Patient*innen mit Verdacht auf eine KHK reduzieren kann.

So läuft die Studie ab

Bundesweit nehmen über 300 hausärztliche, radiologische und kardiologische Praxen teil. Patient*innen mit entsprechenden Beschwerden werden in zwei aufeinanderfolgenden Phasen begleitet. Anschließend wird verglichen, welcher Versorgungsweg sich langfristig besser bewährt.

  • KontrollphaseDie Versorgung erfolgt wie bisher üblich.
  • InterventionsphaseDie neue interdisziplinäre Methode zur Diagnose und Weiterversorgung wird teilweise unter Einbezug einer Koronar-CT angewendet.

Mögliche Perspektive

Im Erfolgsfall kann die neue Versorgungsform bundesweit eingeführt werden. Ziel ist es, die Versorgung von Patient*innen mit Verdacht auf eine KHK zu verbessern und unnötige Kosten für das Gesundheitssystem zu vermeiden.

Projektprofil

ProjektleitungProf. Dr. Annika Viniol
Philipps-Universität Marburg
Laufzeit07/2025 bis 09/2028
FörderungInnovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)
Förderkennzeichen01NVF24302

Lokale Ansprechpersonen

StudienleitungProf. Dr. med. Felix Meinel
StudienassistenzM. Sc. Aneta Martiniuc

Weitere Konsortialpartner

  • AOK Nordost - Die Gesundheitskasse
  • BARMER
  • Charité - Universitätsmedizin Berlin
  • Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Georg-August-Universität Göttingen
  • Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt GmbH
  • Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Philipps-Universität Marburg
  • Radiologische Allianz eGbR
  • radiomed Gemeinschaftspraxis für Radiologie und Nuklearmedizin
  • RHÖN-Klinikum AG Campus Bad Neustadt
  • Röntgeninstitut
  • Ruhr-Universität Bochum
  • Technische Universität München
  • Universitätsklinikum Augsburg
  • Universität Bremen
  • Universität Ulm
  • Universität zu Köln
  • Universität zu Lübeck
  • Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
  • Universitätsklinikum Jena
  • Universitätsklinikum Tübingen
  • Universitätsklinikum Würzburg
  • Universitätsmedizin Greifswald
  • ZEMODI - Zentrum für moderne Diagnostik